30. Oktober 2020

Wir verurteilen den Angriff in Nizza und Avignon auf das Schärfste!

Die Nachricht über die Geschehnisse in Nizza und Avignon haben uns zu tiefst erschrocken und bestürzt. Diesen Angriff verurteilen wir auf das Schärfste! Zweifelsohne wurde der Angriff nicht nur gegenüber Frankreich sondern gegenüber der gesamten Menschheit ausgeübt. In dem er den Rahmen weitet, visiert er auch den Frieden, das Wohl und die Geschwisterlichkeit der Menschen untereinander an.

Wir hoffen und beten dafür, dass dieses bedauerliche Ereignis den Dialog, den gegenseitigen Respekt und die Begegnung mit der Identität „Mensch“ fördert und Seelen voller Hass rehabilitiert!

Wir wünschen den Verletzten Genesung und sprechen den Hinterbliebenen der Opfer unser allerherzlichstes Beileid aus.

Bildquelle: Die Ermittler in Nizza stellen Spuren sicher. © afp/VALERY HACHE

19. Oktober 2020

Das FID e.V. bekommt Unterstützung!

Heute beginnt unsere Praktikantin, Merve Sacide Or, ihre Arbeit bei uns im FID-Team. Wir wünschen dir viel Spaß und Erfolg liebe Merve!
 
Im Folgenden stellt sie sich kurz vor:
 
Hallo, mein Name ist Sacide Merve Or, ich bin 15 Jahre alt. Ich komme aus der Türkei und bin erst seit 2 Jahren und 10 Monaten in Deutschland. Ich besuche die Werner-von-Siemens-Schule in Maintal-Dörnigheim. Meine Lieblingsfächer sind Mathe, Englisch und Sport. Ich lese gerne, spiele Gitarre, Volleyball und Fußball. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem tollen Team und bin gespannt auf die Erfahrungen, die ich während des Praktikums sammeln werde.
 
#Schulpraktikum #FID #Interkulturell #Interreligiös

24. September 2020

Unser neuer Newsletter ist da!

Liebe Freundinnen und Freunde des Dialogs,

ich bin sehr glücklich darüber, mich nach dieser sehr turbulenten und ungewohnten Zeit für uns alle wieder bei Ihnen melden zu können. Im Namen des gesamten Teams des Forums für Interkulturellen Dialog hoffe ich für Ihr Wohlergehen und Ihre Gesundheit.

Genauso wie so viele von Ihnen waren auch wir unmittelbar von den COVID-19 Einschränkungen betroffen und mussten uns an die neue Situation anpassen, doch wie bereits bei vorherigen, unerwarteten Gegenwinden konnten wir unsere Arbeit, wenn auch in dezimierter Form, fortführen. Für die unmittelbare Vergangenheit bedeutete dies, altbekannte Aufgaben aus einer neuen Perspektive zu betrachten und sich aus dieser Position zu nähern. Dies führte dazu, dass wir gemeinsam mit Mitgliedern und Projektpartner:innen Veranstaltungen und Aktionen auf die Beine Stellen konnten.

Aus diesem Antrieb heraus haben sich die Engagierten des FID e.V. während ihrer Jahresversammlung einer Leitlinie verschrieben, die uns in der nächsten Zeit begleiten soll: klare Kante gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, nachhaltiger inter- und intrakultureller Dialog und ganz besonders eine aufrichtige Jugendarbeit. Der Zeit von Distanz soll eine Zeit der Zusammenkunft und des Aufbruchs folgen, von der wir alle in den nächsten Wochen und Monaten profitieren sollen. Dafür werden wir uns mit alten und neuen Freunden zusammenschließen, um die nächste Stufe des mehrheitsgesellschaftlichen Engagements zu erreichen.

Ich hoffe, dass wir im Rahmen dessen auch wieder einige von Ihnen als unsere Besucher:innen und Unterstützer:innen zählen dürfen, denn auch wir können nur mit ihrem solidarischen Handeln weiter unserer Arbeit nachgehen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen im Namen des FID e.V. eine angenehme Zeit - und bleiben Sie gesund!

Herzlichst,
Ihr Kadir Boyaci
Vorstandsvorsitzender

Hier geht zum Newsletter: http://fidev.org/newsletter/september-2020

 

11. September 2020

Einkaufen und Gutes tun!

Sie kaufen auf Amazon?

Ab sofort können Sie bei jedem Amazon Einkauf das Forum für Interkulturellen Dialog e.V. unterstützen! Das ganze läuft für Sie als Amazon Kunden ohne zusätzliche Kosten. Der Online Riese Amazon spendet mit dem Programm Amazon Smile 0,5 % von jedem qualifizierten Einkauf. So können Sie ohne zusätzliche Kosten wohltätige Organisationen unterstützen und mit jedem Einkauf etwas Gutes tun.

Amazon gibt 0,5% der Einkaufssumme der von Ihnen getätigten qualifizierten AmazonSmile-Einkäufe an das Forum für Interkulturellen Dialog weiter. Wie das genau funktioniert? Hier finden Sie die einfache Anleitung zur Verwendung von AmazonSmile.

Bitte denken Sie bei Ihrem nächsten Einkauf an uns: Wählen sie auf smile.amazon.de „Forum für Interkulturellen Dialog“ als Organisation aus, die Sie unterstützen möchten.

Es entstehen keinerlei zusätzliche Kosten für Sie.

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Herzlichen Dank!

3. September 2020

Humanitäre Hilfe für Marawi

Die vergessene philippinische Stadt: Marawi

Eine radikale Gruppierung hat Marawi zerstört. Die Einwohner der Inselstadt wollen nun ihr altes Leben zurück und brauchen dafür Ihre Unterstützung. Schon mit 10 US-Dollar können Sie einer Familie ein Lebensmittelpaket schenken. Lassen Sie uns gemeinsam helfen!

Marawi ist eigentlich eine wunderschöne Großstadt auf der Insel Mindanao im Süden der Philippinen. Doch Mitte 2017 hat sich hier alles verändert. Maute-Gruppierungen haben die Stadt angegriffen und für etwa 148 Tage besetzt. Die Gruppierung nahm etwa 2000 Menschen als Geiseln unter ihre Gewalt. Hunderttausende Menschen mussten ihre Heimat verlassen und lebten Übergangsweise in Zelten auf ländlichen Gebieten.

In der Zwischenzeit kam es zu großen Gefechten zwischen der radikalen Gruppierung und den philippinischen Militärs, die es letztendlich schafften, die Stadt zurückzuerobern.

Doch die Stadt ist massiv zerstört. Die ganze Infrastruktur muss neu geordnet werden. Dabei ist die aktuelle Corona-Pandemie noch ein weiterer Schlag für die Einheimischen von Marawi.

Die Menschen wollen ihr altes Leben zurück. Doch mit den vorrätigen Mitteln und der fehlenden Infrastruktur schreiten die Rehabilitationsvorgänge nur schleichend voran. Das wollen wir gemeinsam mit Ihnen ändern!

Wir als  Forum für Interkulturellen Dialog e.V. möchten in Kooperation mit dem Time to Help e.V.  die Menschen von Marawi nicht allein lassen und ihnen helfen. Denn ohne externe Unterstützung wird das Leid dieser Menschen noch lange andauern.

Interreligiöse Partner vor Ort organisieren Lebensmittelpakete

Zwar können wir aufgrund der mit der Pandemie geltenden Reiserestriktionen nicht mit einem eigenen Team vor Ort sein, doch dank unseres großen Netzwerks an Hilfsorganisationen wollen wir Spenden überbringen.

Zu unseren lokalen Partnern zählt vor allem die Stiftung “Pacific Dialogue Foundation Inc.”, die für die Organisation der Spendenverteilung verantwortlich sein wird. Besonders interessant in diesem Projekt ist die Vielfalt der Partnerorganisationen und der interreligiöse Zusammenhalt.

Auch wenn überwiegend Muslime von den Folgen des Kriegs in Marawi betroffen sind, beteiligen sich auch christliche und buddhistische Organisationen an der Spendenkampagne.

1 Lebensmittelpaket = 10 US-Dollar

Bei dieser Spendenkampagne setzen wir gemeinsam mit unseren Partnern – wie so oft – auf konkrete Spendenpakete. In diesem Fall werden Lebensmittelpakete erstellt, die folgendes beinhalten:

  • 4 kg Reis
  • 2 Dosen a 155 gr Thunfisch
  • 5 Dosen Sardinen
  • 1 Packung Mungobohnen
  • 500 ml Speiseöl

Unsere Partner schätzen, dass mit diesem Lebensmittelpaket eine vierköpfige Familie etwa 3 bis 4 Tage zurecht kommt.

Zweites Paket mit Gesichtsmasken für 15 US-Dollar
Unsere Partner werden zugleich auch eine zweite Variante erstellen, in der Materialien zur Bekämpfung des Coronavirus enthalten sind. So wird das Paket unter anderem um Gesichtsmasken erweitert. Die Kosten für dieses Paket betragen 15 US-Dollar.

Die Spenden sollen nach Plan unseres Partners voraussichtlich in der dritten Septemberwoche verteilt werden.

Beteiligen auch Sie sich an unserem Spendenprojekt und helfen uns, der Inselstadt Marawi eine Zukunft zu schenken!

Bild-Copyright © Manman Dejeto

JETZT FÜR MARAWI SPENDEN

27. Mai 2020

BLACK LIVES MATTER

Kein Mensch ist dem anderen aufgrund seiner Rasse oder ethnischen Zugehörigkeit überlegen!

Wir sind zutiefst traurig über den rassistischen Polizeiangriff in den USA und den Tod von George Floyd, der infolge dieses Angriffs starb. Keine Form von Gewalt ist in unserer Gesellschaft oder in der Welt akzeptabel und muss von allen abgelehnt werden.

Auch in den islamischen Grundprinzipien werden Rassismus und jegliche Art von Ungerechtigkeit abgelehnt. Dies verdeutlichte auch der Prophet Mohammed (fsmi), indem er sagte: „Die ganze Menschheit stammt von Adam und Eva ab. Ein Araber hat keine Überlegenheit gegenüber einem Nicht-Araber. Ein Nicht-Araber hat keine Überlegenheit gegenüber einem Araber; Eine weiße Person hat keine Überlegenheit über eine schwarze Person, und eine schwarze Person hat keine Überlegenheit über eine weiße Person; außer durch Frömmigkeit und gutes Handeln.

Wir sind uns bewusst, dass die Bedeutung von Themen wie Menschenrechte, Freiheit und Gleichheit bis heute nicht gut verstanden wird. Aus diesem Grund haben wir immer versucht, diese Problematik in unseren Dialogaktivitäten in den Vordergrund zu stellen.

Jedoch ist sowohl die rassistische Polizeigewalt in den USA als auch der rassistische Terroranschlag in Hanau der Beweis dafür, dass es immer noch ein großes soziales Problem gibt.

Wir wollen, dass solche schändlichen, demütigenden und unmenschlichen Ereignisse ein Ende haben und werden als FID e.V. weiterhin alles daransetzen, dass alle Arten von Rassismus und Gewalt ein Ende haben und keine unmenschlichen Vorfälle mehr auftreten.

6. Mai 2020

FID e.V. in Kooperation mit Time to Help e.V. spendet Mundschutzmasken

Gestern haben wir unsere Hygiene-Handschuhe, die wir von unserem Kooperationspartner Time to help e.V. bekommen hatten, an zwei Kindertagestätten und eine Schule gespendet. Die Lehrer*innen sowie Erzieher*innen haben sich herzlich bedankt. Nur gemeinsam stehen wir diese schwere Zeit durch!

27. April 2020

Spende (d)eine Mahlzeit

Liebe Freunde,

das Coronavirus stellt uns alle vor neue Herausforderungen und krempelt unseren Alltag sowie unser Vereinsleben um. Wir folgen allen Maßnahmen, die seitens der Behörden in Deutschland empfohlen oder angeordnet werden.

Auch dieses Jahr begehen wir den Fastenmonat „Ramadan“. Aufgrund der aktuellen Situation kann das gewohnte traditionelle, gemeinsame Fastenbrechen in unseren vier Wänden bzw. in unseren Vereinsräumen leider nicht stattfinden.

Dies stellt für gute Taten jedoch kein Hindernis dar. Da besonders dieser Monat für uns eine Zeit des Miteinanders und Füreinanders ist, haben wir uns eine Aktion für dieses Jahr überlegt, um die Hilfsbereitschaft weiterhin aufrecht zu erhalten.

Unsere Idee ist es das Sie die Ausgaben, die für das gemeinsame Fastenbrechen entstanden wären, an uns zukommen lassen und wir den kompletten Erlös an eine karitative Organisation mit dem Verwendungszweck: „Spende eine Mahlzeit“ spenden.

Ihre Beiträge für die Sammelspende bitte an:
Forum für Interkulturellen Dialog e.V.
IBAN: DE 38 5057 0024 0067 0380 00
Verwendungszweck: „Spende eine Mahlzeit”

Wir wünschen uns allen viel Kraft, Optimismus und Gottes Segen. Bleiben Sie gesund!

Mit freundlichen Grüßen
Forum für Interkulturellen Dialog e.V.

Die unten genannten Vereine kommen für uns in Frage:

Time to Help e. V.
(www.timetohelp.eu)

Time to Help e.V. (TTH) wurde im August 2006 gegründet. Das Ziel des Vereins ist es, bedürftigen Menschen sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern dieser Welt zu helfen. Sie inittiiert u.a Bildungsprojekte gegen Armut, Gesundheitsprojekte gegen Krankheiten, Lebensmittelprojekte gegen Hunger, Projekte zur Verbesserung der Viehzucht und des Ackerbaus gegen eine nicht ertragreiche Landwirtschaft und Hilfsmaßnahmen in Katastrophensituationen.

Tafel e. V. Frankfurt
(www.frankfurter-tafel.de)

Der Verein bedient heute über die Lebensmittelausgaben circa 11.000 bedürftige Frankfurter Bürger. Weitere 13.500 Empfänger erhalten über inzwischen 72 soziale Einrichtungen unsere Unterstützung. Etwa 180 Mitarbeiter sind ehrenamtlich für die Frankfurter Tafel e.V. tätig. Für die Logistik stehen inzwischen 11 Kühlwagen zur Verfügung.

Hilfe für krebskranke Kinder Frankfurt e. V.
(www.kinderkrebs-frankfurt.de)

1983 gründeten Eltern, deren krebskranke Kinder an der Kinderklinik des Universitätsklinikums Frankfurt behandelt wurden, den Verein. Ziel der Gründungsmitglieder war, sowohl die Bedingungen für die jungen Patienten und deren Familien im stationären und ambulanten Bereich der Kinderkrebsklinik zu verbessern als auch in psychosozialer und finanzieller Hinsicht Hilfe zu leisten.

Bahnhofsmission
(www.bahnhofsmission.de)

Jahr für Jahr kümmert die Bahnhofsmission sich um mehr als zwei Millionen Menschen. Sie helfen jedem, sofort, gratis, ohne, dass vorher bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden müssen und meist ohne, dass man sich bei ihnen anmelden muss. Häufig helfen Sie zu Uhrzeiten, zu denen andere Hilfe nicht erreichbar ist. Das tut Sie seit weit über hundert Jahren und an derzeit mehr als hundert Orten in Deutschland. Ihre Hilfe ist unbürokratisch und sichert Ihnen unbedingte Vertraulichkeit zu.

NABU Frankfurt
(www.nabu-frankfurt.de)

Der NABU setzt sich für die Artenvielfalt ein. Bietet während des ganzen Jahres naturkundliche Exkursionen und Vorträge an. Pflegt verschiedene Schutzgebiete in Frankfurt. Kümmert sich um Wanderfalken, Mauersegler, Fledermäuse, Amphibien und andere bedrohte Tierarten. Ist im Naturschutzbeirat der Stadt Frankfurt und in verschiedenen naturkundlichen Arbeitskreisen vertreten. Unterhält eine naturkundliche Lehrschau in Nieder-Eschbach und einen naturnahen Garten in Sachsenhausen.

Menschen in Hanau
(https://stadtwerke-hanau.engagementportal.de/projects/74019)

Träger des Projekts: "Menschen in Hanau" - AWO Stadtverband Hanau e.V.
Die Initiative “Menschen in Hanau” wurde ins Leben gerufen, da es um uns geht! Wir alle, Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hanau sowie aus den umliegenden Kommunen, brauchen die Möglichkeit ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben zu führen. Es spielt keine Rolle was Du bist, woher Du kommst oder ob Du eine Behinderung hast.

Barrieren, die Dir täglich im Alltag begegnen, können klein oder groß, technisch bedingt oder in Stein gemeißelt sein. Teile Deine Erfahrungen mit anderen. Wenn Deine Barrieren früh erkannt werden, können wir in der Gruppe aktiv dazu beitragen, dass sie verschwinden.

Als Initiative sind wir seit 2018 in der Trägerschaft der AWO Stadtverband Hanau e.V.

Forum für Interkulturellen Dialog e. V.
(fidev.org)

Wir sind ein gemeinnütziger Verein, der sich seit seiner Gründung im Jahr 2002 durch konkrete und nachhaltige Projekte für interkulturellen und interreligiösen Dialog einsetzt und auf ein friedliches Zusammenleben in Deutschland hin wirkt, indem es Menschen mit unterschiedlichen Überzeugungen in Gesprächsrunden, Workshops, Konferenzen und vielfältigen Kulturveranstaltungen zusammenbringt. Innerhalb des Forums werden hauptsächlich aktuelle gesellschaftliche und politische Themen behandelt sowie je nach Projektgrundlage auch interreligiöse Aspekte miteinbezogen.

8. April 2020

8. April – Internationaler Roma Tag

Heute begehen wir den Internationalen Tag der Roma. Dieser wurde im Jahr 1990 initiiert, um auf die weltweite Lage der Sinti und Roma aufmerksam zu machen und ihrer vielfältigen Kultur Ausdruck zu verleihen.

Fakten zu Sinti und Roma

Auf dem europäischen Kontinent sind circa 12 Millionen Sinti und Roma beheimatet. Der globale Begriff, der für die Minderheit Verwendung findet, ist Roma. In unserer Gesellschaft haben sich die beiden Begriffe Sinti und Roma festgelegt. Sinti wird für diejenigen verwendet, die in Mitteleuropa beheimatet sind und Roma für diejenige Minderheit die in Ost-und Südeuropa.

In Deutschland nennen sich die meisten Angehörigen der Minderheit Sinti (Mitteleuropa) Roma (Ost- und Südeuropa). Dem nationalsozialistischen Völkermord fielen circa 200.000 Roma zum Opfer. Die erste Bürgerrechtsbewegung der Roma entstand nachdem zweiten Weltkrieg und erlangte im Zuge der Aufarbeitung der NS-Geschichte Aufmerksamkeit.

08.04.1971 markiert einen wichtigen Tag für die Roma-Bürgerrechtsbewegung. An jenem Tag vernetzten sich weltweit Sinti und Roma, um sich verstärkt für den Kampf gegen Diskriminierung auszusprechen. Eines der wesentlichen Beschlüsse war es, den rassistischen Begriff „Zigeuner“ gegen den Begriff „Roma“ auszutauschen.

Obgleich internationale Aufmerksamkeit für die Belange und Probleme der Sinti und Roma gewonnen wurde, stehen Sie weiterhin vor großen Herausforderungen und Diskriminierungserfahrungen. Viele Roma entschließen sich immernoch dazu ihre Roma-Identität für sich zu behalten.

Als Forum für Interkulturellen Dialog e.V. ist es uns seit unserer Gründung ein Anliegen für Minderheiten und Gruppen eine Stimme zu sein. In den letzten Jahren haben wir uns mit dem Phänomen der Menschenfeindlichkeiten auseinandergesetzt und Vorträge zu Antizigianismus organisiert.

Wir wünschen allen Sinti und Roma einen gesunden und friedvollen 08. April.

7. April 2020

Wir trauern um Halit Yozgat

Gestern vor 14 Jahren, am 6. April, wurde Halit Yozgat als 9. Opfer vom NSU in seinem Internetcafé in der Holländischen Straße in Kassel ermordet. Das Café hatte er mit seinem Vater eröffnet, Abends besuchte er die Abendschule, um nach bestandenem Abitur Informatik zu studieren. Er wurde 21 Jahre alt.

Bis heute ist unklar, wer die Mittäter*innen und Unterstützer*innen waren – auch und gerade der Mord an Halit Yozgat steht exemplarisch für die weiterhin ausstehende Aufklärung der rassistischen Mordserie des NSU und des NSU-Komplexes im allgemeinen.

Lasst uns heute gemeinsam an Halit erinnern, seiner gedenken und solidarisch mit Halits Familie trauern.

Unser Gedenken ist gleichzeitig auch Widerstand. In unserer Trauer kommen wir solidarisch zusammen, lassen die Toten nicht in Vergessenheit geraten und schaffen so die wichtigste Grundlage von Solidarität und Widerstand gegen Rassismus. Wir weisen geschlossen das zurück, was das oberste Ziel rechten Terrors ist: Aber wir lassen uns nicht spalten, sondern setzen rassistischer und antisemitischer Gewalt und den Versuchen unsere Gesellschaft in Deutsche und Nicht-Deutsche zu spalten, in unserem Gedenken die Vision einer solidarischen Gesellschaft der Vielen entgegen.

Forum für Interkulturellen Dialog e.V.

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