Unsere Themen

Gesellschaft und Politik

In der Bundesrepublik Deutschland ist das Neben- und Miteinander höchst unterschiedlicher Kulturen und Religionen bereits seit Jahren Alltag. Auch in Zukunft wird die Gesellschaft zunehmend von  Pluralisierungs-prozessen geprägt sein. Dort, wo Menschen mit individuellen Wertvorstellungen und unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen zusammenkommen, besteht Konfliktpotential. Wir verstehen Pluralität als Bereicherung und sind uns gleichzeitig ihrer Herausforderungen bewusst. Deswegen wollen wir uns mit unseren Erfahrungen und Kompetenzen produktiv und vermittelnd an den gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen beteiligen. Aktuell sehen wir besonderen Handlungsbedarf im Hinblick auf das Thema „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“. Unser Engagement in diesem Bereich ist sehr breit gefasst und reicht von Antisemitismus und Rechtsradikalismus auf der einen bis zu Islamismus auf der anderen Seite. Außerdem ist die Betreuung von Flüchtlingen seit einigen Jahren ein beständiger Teil unserer Arbeit – unser Fokus liegt aktuell vor allem auf politischen Flüchtlingen aus der Türkei.

Geschlechtergerechtigkeit und Gender

Gleichberechtigung ist essentiell für ein friedliches Zusammenleben. Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der sexuellen Orientierung oder Identität sind immer noch eine Tatsache, die wir wahrnehmen und bewältigen müssen. Wir wollen auf die virulenten Probleme aufmerksam machen und gemeinsam an ihrer Überwindung arbeiten. Genderfragen haben dabei Schnittpunkte mit vielen Themenbereichen. 

 

Neben den allgemeinen gesellschaftspolitischen Fragen liegt unser Schwerpunkt auf der religiösen Dimension des Themenkomplexes. Hier wollen wir zu Reflexionsprozessen anregen und Stereotype aufarbeiten. Grundlage unserer Arbeit ist dabei ein dynamisches Verständnis der Kategorie des Geschlechts, aber auch Religionen und Kulturen befinden sich in ständigen Entwicklungs- und Wandlungsprozessen. Wir vertreten deswegen einen interdisziplinären Ansatz und fördern den Dialog von Genderforscher:innen, Soziolog:innen und Theolog:innen, der für alle Perspektiven eine Bereicherung darstellt.

Soziale Teilhabe

Wir sind davon überzeugt, dass alle Menschen ein Recht auf einen gleichberechtigten Zugang zum gesellschaftlichen Leben haben sollen. Gerade in urbanen Räumen wie Frankfurt am Main haben sich die Möglichkeiten für finanziell und strukturell benachteiligte Bevölkerungsgruppen in den letzten Jahren nicht gerade verbessert. Wir wollen dabei helfen, kulturelle und künstlerische Angebote für alle Mitglieder dieser Gesellschaft verfügbar zu machen. Denn Kunst und Kultur gehören zur Identität einer Gesellschaft, sie eröffnen neue Perspektiven und zeigen Potentiale, aber auch Grenzen auf. Deswegen organisieren wir Ausflüge, Städtetrips und Besuche zu Museen, Ausstellungen oder historischen Sehenswürdigkeiten.

Kulturelle Bildung

Kulturelle Bildung ist essenziell für eine offene und vielfältige Gesellschaft. Sie fördert kreativen Ausdruck, kritisches Denken und interkulturelles Verständnis. Kunst und Kultur schaffen Räume für Begegnung, Dialog und Reflexion – unabhängig von Herkunft oder sozialem Status.

 

Unser Fokus liegt auf der Vermittlung von Diversität und Antidiskriminierung durch kreative Formate. Durch Workshops, Lesungen und Kunstprojekte ermöglichen wir einen interkulturellen Austausch und fördern gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dabei arbeiten wir mit Künstler:innen, Wissenschaftler:innen und Pädagog:innen zusammen.

 

Besonders wichtig ist uns der Zugang für alle, denn Kultur sollte keine soziale Barriere haben. Mit innovativen Bildungsangeboten möchten wir Menschen befähigen, sich aktiv mit gesellschaftlichen Fragen auseinanderzusetzen und eine demokratische, pluralistische Gesellschaft mitzugestalten.

Kinder- und Jugendarbeit

Junge Menschen sind die Gestalter:innen der Zukunft. Unsere Jugendarbeit bietet ihnen Räume für Begegnung, Austausch und Engagement. Wir fördern kritisches Denken, soziale Verantwortung und interkulturelle Verständigung.

Durch Bildungsangebote, Workshops und kreative Projekte ermutigen wir Jugendliche, aktiv an der Gesellschaft teilzuhaben. Besondere Schwerpunkte liegen auf Demokratiebildung, Antidiskriminierung und dem Abbau von Vorurteilen.

 

Wir setzen auf partizipative Ansätze: Jugendliche sollen nicht nur Konsument:innen, sondern Mitgestalter:innen sein. Ob durch interkulturelle Jugendbegegnungen, medienpädagogische Formate oder künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten – wir schaffen Räume, in denen sie ihre Stimmen einbringen und gehört werden. Unser Ziel ist eine gerechte, vielfältige und inklusive Gesellschaft, in der junge Menschen aktiv Verantwortung übernehmen können.